An der Teufelsmauer


Das "Hamburger Wappen"

Letztes Wochenende war ich seit Langem mal wieder in Blankenburg, um von dort aus einen Teil der Teufelsmauer abzuwandern und natürlich auch ein paar Fotos zu schießen. Einige Male war Blankenburg schon mein Startpunkt, allerdings mit dem Mountainbike. Sehr empfehlenswert ist eine schöne Radrunde von Blankenburg Richtung Quedlinburg, wo es von dort aus auf der anderen Seite der A36 über Börnecke, Langenstein und Burgruine Regenstein zum Startpunkt zurück geht. Aber nun zurück zum letzten Wochenende! Bei meinem Aufbruch in Clausthal-Zellerfeld versprach das Wetter eher winterlich zu werden, denn es schneite wie im Februar, bei nur 0°C. Da meiner Erfahrung nach, dass Wetter im östlichen Teil des Harzes schon ein Unterschied wie Tag und Nacht sein kann, machte ich mich trotzdem auf den Weg. Nach einer 40 minütigen Autofahrt war es dann in Blankenburg wie erwartet, fast 10°+ und etwas Sonnenschein. Wunderbar! Der Rucksack mitsamt Kamera und etwas Wegzehrung war schnell gepackt und ich bereit für meine kleine Wanderung. Der Aufstieg zu den beiden Wahrzeichens Blankenburgs, den Großmutter- und Großvaterfelsen ist für Menschen, die nicht trittsicher sind, recht beschwerlich, es gibt aber eine Alternative zu den nicht-normgerechten "Treppen", die vom Parkplatz zur ersten Felsformation führen. Die Teufelsmauer führt übrigens von Blankenburg aus über Timmenrode, Thale, Neinstedt bis nach Ballenstedt, wo sie an den Gegensteinen endet oder eben beginnt, je nach dem, von wo man schaut :)

Oben Am Großvaterfelsen

Das Gebiet und die Wege sind dort bestens ausgeschildert, so dass man keine Angst haben muss, sich zu verlaufen. Aufgrund der zahlreichen Trampelpfade und teilweise naturbelassenen Aufstiegen zu den Felsformationen, empfiehlt es sich, unbedingt festes Schuhwerk zu tragen. Gerade an der Nordseite sind die Felsen hoch und ein Abrutschen könnte lebensgefährlich sein!

Nach einiger Zeit und vielen kleineren oder größeren Felsen, vielen Ausblicken und interessanten Einblicken, erreichte ich das sogenannte "Hamburger Wappen". Für mich die markanteste Stelle im Verlauf der Teufelsmauer. Woher diese Formation seinen Namen hat, kann man auf dem ersten Bild gut erkennen :)

Beim ersten Mal erinnerte es mich etwas an die "Drei Zinnen" in den Dolomiten, nicht so groß aber trotzdem eindrucksvoll. Hier findet man auch kleinere Höhlen, die so genannten "Kuhställe" und einen kleinen Durchbruch im Felsen, was den Namen "Teufelsloch" trägt. Wie das entstanden ist, darüber gibt es verschiedenen Theorien. Die kleineren Höhlen wurden aber wohl genutzt, um das Vieh unterzustellen. Auch hier findet man zahlreiche Einritzungen im Sandstein, die Besucher hinterlassen haben.

Das "Teufelsloch" am Hamburger Wappen

Das Hamburger Wappen markierte an diesem Tag auch mein Zielpunkt. Da ich zu Fuß unterwegs war und dabei einige Fotos machen wollte, wäre ich auch nicht noch viel weiter entlang der Teufelsmauer gekommen, schließlich musste ich zurück nach Blankenburg ;) Trotzdem waren es sehr schöne 2,5 Stunden, in denen auch die Kreativität in Bezug auf das Fotografieren nicht zu kurz kam. Auf meinem Rückweg bot es sich an, von frischem Grün der Sträucher und Gräsern am Wegesrand ein paar Nahaufnahmen zu machen, ein bisschen Frühling konnte man zumindest spüren.

Wenn Ihr demnächst also im Harz unterwegs seid, lege ich Euch diesen kleinen Ausflug ans Herz, es lohnt sich bestimmt!

Hier noch ein paar Impressionen des Wegesrandes :)

Bis demnächst und bleibt gesund!

Euer

Christian










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